Thüringen gegen den Schlaganfall

Jede Sekunde zählt!

Thüringen gegen den Schlaganfall

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Schlaganfallsymposium 2017

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Risikofaktoren

Vor der Diagnose Schlaganfall ist kein Mensch sicher. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die Schlaganfälle begünstigen. Viele davon kann man beeinflussen, auf manche Voraussetzungen hat man jedoch auch keinen Einfluss. Außerdem gibt es eine Reihe von Erkrankungen, die zu einem höheren Schlaganfallrisiko führen.

Nicht-beeinflussbare Risikofaktoren

  • Alter: Ältere Menschen haben ein höheres Schlaganfallrisiko: Deshalb ist es für sie besonders wichtig, Risiken zu vermeiden.
  • Familiäre Veranlagung: Das Schlaganfallrisiko ist auch erblich bedingt. Waren Familienmitglieder bereits von einem Schlaganfall betroffen, sollte man besonders auf einen gesunden Lebenswandel achten.
  • Vorheriger Schlaganfall: Schlaganfälle können sich wiederholen! Einmal Erkrankte haben ein deutlich höheres Risiko, noch einmal einen Schlaganfall zu erleiden als die restliche Bevölkerung.

Krankheiten, die das Schlaganfall-Risiko erhöhen

  • Bluthochdruck sollte langfristig behandelt werden! Sonst leidet das Herz sowie die Blutgefäße und begünstigen so einen Schlaganfall.
  • Fettstoffwechselstörungen können zu einer Arteriosklerose führen und so die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, erhöhen. Besonders gefährlich ist hier das LDL-Cholesterin. Zu hohe Blutfettwerte können durch eine ausgewogene Ernährung oder im Zweifelsfall mit Medikamenten gesenkt werden.
  • Diabetes: Eine Folgeerkrankung der Diabetes ist der Schlaganfall. Grund hierfür ist die Schädigung insbesondere der kleinen Blutgefäße durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel.
  • Blutgerinnungsstörungen, in vielen Fällen angeborene Erkrankungen, können mit der Bildung von Blutgerinnseln einhergehen und führen so nicht selten zu Schlaganfällen.
  • Auch Herzrhythmusstörungen begünstigen die Entstehung von Blutgerinnseln. Deshalb sollte das Vorhofflimmern ernst genommen und mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden.

Beeinflussbare Risikofaktoren

  • Übergewicht und Bewegungsmangel führen zu Bluthochdruck, Diabetes und damit auch zu Schlaganfällen. Mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung verringert sich das Risiko deutlich.
  • Ob Nikotin, große Mengen Alkohol oder so genannte „harte Drogen“ – Drogenkonsum schädigt das Herz- und Kreislaufsystem und erhöht so das Schlaganfallrisiko um ein Vielfaches. Insbesondere der Verzicht auf die Zigarette zahlt sich aus: Schon nach fünf rauchfreien Jahren vermindert sich das Risiko auf das Niveau eines Nichtrauchers. Der Konsum „harter Drogen“ ist die Hauptursache für Schlaganfälle in jungen Jahren. Hier kann das Risiko um das 50fache steigen!